Diese Leuchtobjekte-Trilogie wurde anlässlich eines Geschäftsführerjubiläums entwickelt und realisiert.

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christina sobiraj



Wandleuchte O´ hare



Die Wandleuchte O´ hare , eine Fahrwerkverkleidung eines
Ultraleichtflugzeuges aus Glasfaser, Epoxydharz und Lack. Die Oberfläche wird durchzogen von einem roten Kunststofffaden, der einst zu einem Faserverbund eines Fischernetzes gehörte, dessen Überreste an den Strand gespült wurden. Dieses nun künstlich neugeschaffene Netzwerk diente einst zum Fischfang auf hoher See, der die Sicherstellung der Ernährung gewährleistete. In seiner archaischen Idee erfüllte es das Bestreben nach Selbsterhaltung, Handel und sozialer Sicherheit des Menschen. Nun dient der synapsenähnlich neu versponnene rote Faden als ein Symbol für die menschliche Fähigkeit Handlungen und Prozesse sinnvoll mit einander zu vernetzen und seine Existenz durch ‚Köpfchen’ zu sichern.

In die Verkleidung eingefaßt ist ein Leuchtmittel, das dieses Wandobjekt durch sein weiches Licht zu einer angenehmen Raumleuchte macht. Das Licht steht hier sinnbildlich für Feuer, Zivilisation, Ansiedlung und Heim.

Durch die Kombination von ‚sinnhaft archaischem und modernem’ in Verbindung mit der ‚konzeptionellen Idee für ein System zur besseren Beherrschung der Realität’ wird in diesem Objekt ein Zeitabschnitt konserviert, der die evolutionäre Entwicklung des Menschen vom Jäger und Sammler bis hin zum Menschen der Moderne dokumentiert.






Wandleuchte 2.1 1985

  


Wandleuchte 2.1 1985. Eine Fahrwerkverkleidung eines Ultraleichtflugzeuges aus Glasfaser, Epoxydharz und Lack, das von einem roten Kunststofffaden durchzogen wird. Der Kunststofffaden ist diesmal optisch streng geordnet, als würde er einem Prinzip folgen. Der Faden symbolisiert und ergänzt in seinem Verlauf die Bildschirminformation eines modularen Softwaresystems, das helfende Funktionen zur Einsatzsteuerung von Transporteinheiten, Verwaltung von Transportaufträgen und Anfertigung von Transportstatistiken bereithält. Die optische Ergänzung des roten Fadens wird allerdings erst sichtbar, wenn das Objekt beleuchtet ist.








Anlehnleuchte Anflug Pascal



Anlehnleuchte Anflug Pascal. Auf der Balsaholztragfläche eines Modellbauflugzeuges befindet sich eine Montage eines Auszugs aus dem Ikarostext nach Ovid, das an den einst noch sehnsuchtsvollen Traum vom Fliegen erinnert. Zudem ist eine abstrahierte Aufsicht eines Anfluges auf die Pascalstraße in Aachen auf die Tragfläche montiert. Das montierte Papier steht in seiner Materialität für Leichtigkeit und Flexibilität, der Auszug des ca. 1999 Jahre alten Textes für die grundlegende Bedeutung des Vergangenen für das Jetzt. Das Holz steht hier in seiner organischen Leichtigkeit für natürliche Erneuerung und somit für fortwährende Kreativität. Die Tragfläche selbst steht auf eisernen Feuerhaken, die in ihrer Materialität archaische Technologien unserer Vorfahren repräsentieren.




Konzeption und Skizzen





Text: Susannah Postulka 2006