Die Wandleuchte O´ hare , eine Fahrwerkverkleidung eines
Ultraleichtflugzeuges aus Glasfaser, Epoxydharz und Lack.
Die Oberfläche wird durchzogen von einem roten Kunststofffaden,
der einst zu einem Faserverbund eines Fischernetzes gehörte,
dessen Überreste an den Strand gespült wurden. Dieses nun
künstlich neugeschaffene Netzwerk diente einst zum Fischfang
auf hoher See, der die Sicherstellung der Ernährung
gewährleistete. In seiner archaischen Idee erfüllte es das
Bestreben nach Selbsterhaltung, Handel und sozialer Sicherheit
des Menschen. Nun dient der synapsenähnlich neu versponnene
rote Faden als ein Symbol für die menschliche Fähigkeit
Handlungen und Prozesse sinnvoll mit einander zu vernetzen
und seine Existenz durch ‚Köpfchen’ zu sichern.
In die Verkleidung eingefaßt ist ein Leuchtmittel, das dieses
Wandobjekt durch sein weiches Licht zu einer angenehmen
Raumleuchte macht. Das Licht steht hier sinnbildlich für Feuer,
Zivilisation, Ansiedlung und Heim.
Durch die Kombination von ‚sinnhaft archaischem und modernem’
in Verbindung mit der ‚konzeptionellen Idee für ein System
zur besseren Beherrschung der Realität’ wird in diesem Objekt
ein Zeitabschnitt konserviert, der die evolutionäre Entwicklung
des Menschen vom Jäger und Sammler bis hin zum Menschen der
Moderne dokumentiert.
|